OGS:"Lummerland"

Die Offene Ganztagsschule an der Ennertschule

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Gemeinsames Konzept
von Lummerland e.V. und Ennertschule


In der Ennertschule  wollen wir „GUT MITEINANDER LEBEN“. Die folgenden Leitgedanken sind die Basis für unsere pädagogische Arbeit:

  • - Schaffung einer freundlichen und zugewandten Atmosphäre
  • - Respektvolles und tolerantes Miteinander, in dem Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme praktiziert
      werden
  • - Individualität einer jeden Persönlichkeit akzeptieren und in die Gemeinschaft integrieren
  • - „Hilf mir es selbst zu tun“: Erziehung der Kinder zur Selbstständigkeit und Förderung ihres
      Selbstbewusstseins
  • - Verantwortung für sich und die Gemeinschaft übernehmen
  • - Kinder zu Kompromissbereitschaft anhalten und Strategien zur Konfliktlösung anbahnen
  • - Vertrauensvolle kooperative Zusammenarbeit mit den Eltern halten

 

Sie fließen in alle Bereich des schulischen Lebens ein und sind damit auch die pädagogische Grundlage für das folgende Konzept.


Mit dem Schuljahr 2011/2012 beginnt für die OGS an der Ennertschule die sukzessive Umstellung vom Ganztagszweig auf eine klassenübergreifende OGS-Struktur. Die beteiligten Partner (Ennertschule, Elterninitiative Lummerland, Bundesstadt Bonn) reagieren damit auf die steigende Nachfrage für Ganztagsangebote. Zugleich verbessert das neue Konzept das Zusammenwirken von OGS und Regelunterricht. Insbesondere für die Klassenstufen 1 und 2 arbeiten in den neuen Stufenteams Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher* eng zusammen. Im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften und Projekten kann die OGS hier auf die je individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler* eingehen.

Schule und Elterninitiative entwickeln eine gemeinsame pädagogische Konzeption, die in der täglichen Praxis überprüft und fortgeschrieben wird. So schaffen sie den Rahmen dafür, dass die Erweiterung der OGS nicht zu Lasten der Qualität der pädagogischen Arbeit realisiert wird. Bewährtes soll bewahrt werden.

Das neue Konzept für die OGS-Erweiterung wird schrittweise umgesetzt. Die bestehenden Klassenverbände bleiben erhalten. Der bisherige Ganztagszweig wird bis zum Schuljahr 2014/2015 parallel zur Etablierung der neuen Struktur weitergeführt.

Die folgenden Abschnitte erläutern den organisatorischen Rahmen für Unterricht und Betreuung mit der zugehörigen Raumplanung und stellen den Voranschlag für die personelle und finanzielle Absicherung der neuen Konzeption vor.

* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Folgenden auf eine der beiden Formen verzichtet.
   

1. Organisation von Unterricht und Betreuung
Mit dem Einschulungsjahrgang 2011/12 richtet sich die Ennertschule auf Dreizügigkeit mit ca. 65 Schülern ein, von denen maximal 40 einen OGS-Platz erhalten. Die OGS-Schüler verteilen sich weitgehend gleichmäßig auf alle drei Klassenverbände, die mit den Regelschülern aufgefüllt werden.

    • Klassenstufen 1 und 2

Der Regelunterricht im Umfang von 22 Wochenstunden findet am Vormittag in festen Klassenverbänden statt. Daran schließt sich die Betreuung in der OGS mit Hausaufgaben, Mittagessen, Spielzeit und Projekten an. Jeweils dienstags und donnerstags arbeitet von 14.30 bis 16.00 Uhr pro Klassenstufe eine Lehrerin in der OGS mit. In dieser Zeit (8. und 9. Stunde) werden Projekte angeboten, die von den festen Stufenteams (eine Lehrerin sowie zwei Erzieherinnen) gemeinsam geplant und durchgeführt werden. Die Stufenteams entscheiden über die (klassenübergreifende) Zusammensetzung der Gruppen und treffen sich mindestens einmal im Monat, um die gemeinsame Arbeit zu koordinieren. Mögliche Projektinhalte sind Kochen und Backen, Zirkus, Tanzen, Sprachen, der Rhein, der Ennert, Wandern, das Biotop, Textiles Gestalten, Kunst, Theater, Bücherei, Lesen u.v.a.m. Pro Halbjahr sind zwei bis drei Projektwechsel möglich.


Diese Projektzeiten sind für die Schüler der OGS verbindlich; die frühe Abholung um 14.30 Uhr ist dadurch dienstags und donnerstags nicht möglich. Eltern und Kinder üben so von Beginn an den Rhythmus für den Stundenplan der Klassenstufen 3 und 4 ein, der zu diesen Zeiten den Nachmittagsunterricht vorsieht.

 

    • Klassenstufen 3 und 4

Der Regelunterricht beträgt 26 Wochenstunden. Der Kernunterricht im Umfang von 22 Wochenstunden findet am Vormittag in festen Klassenverbänden statt. Hinzu kommen dienstags und donnerstags insgesamt vier Wochenstunden in den vier Fächern Kunst, Musik, Sachunterricht und Sport, die für die OGS-Schüler in der 8. und 9. Stunde liegen, für die Regelschüler in der 5. und 6. Stunde. Für diese vier Fächer bietet sich Projektarbeit an; zugleich ergeben sich dafür klassenübergreifend neue Gruppenzusammensetzungen. Die Projekte werden sowohl vormittags als auch nachmittags in gleicher Form angeboten und rotieren nach ca. zwei Monaten. Am Ende eines Halb- bzw. Schuljahres haben somit alle Schüler an allen Projekten teilgenommen und die entsprechenden Inhalte des Unterrichts vermittelt bekommen. Die Koordination, Planung und Durchführung liegt jeweils bei den nur aus Lehrkräften zusammengesetzten Stufenteams.

 

2. Raumkonzept
Beginnend mit der Klassenstufe 1 im Schuljahr 2011/12 haben die drei Parallelklassen einer Stufe vier nah beieinander liegende Räume für Unterricht und Betreuung zur Verfügung: drei Klassenräume und einen reinen Betreuungsraum. Die Raumpläne in den Anhängen 4 und 5 veranschaulichen den schrittweisen Ausbau der Stufenkomplexe.

Der Betreuungsraum ist ausgestattet mit Tischen und Stühlen, Schreibtisch und Aktenregal für die Betreuer, Eigentumsfächern (Schubladen) für alle Kinder, einem Küchenelement sowie einer Spiel-/Bauecke.

Die drei Klassenräume sind mit flexiblem Mobiliar so eingerichtet, dass sie auch von der OGS genutzt werden können. Die Ausstattung setzt dabei für jeden Raum einen Schwerpunkt:

  • - Spielen: verschließbarer Schrank mit Spielmaterial, Spielteppich zum Ausrollen
  • - Malen und Basteln: verschließbarer Schrank mit Mal- und Bastelmaterial, Staffeleien
  • - Entspannung: Sofa, Sessel, verschließbarer Schrank mit Audiotechnik und CDs

 

Ab dem Schuljahr 2013/14 benötigen die Regelschüler der Klassenstufen 3 und 4 dienstags und donnerstags für den Unterricht in der 5. und 6. Stunde jeweils einen Klassenraum, der sonst in dieser Zeit für die Hausaufgaben im Rahmen der OGS-Betreuung genutzt wird. An diesen Tagen wird der Betreuungsraum für die Hausaufgaben mitgenutzt.

Die Kapazität der bestehenden Mensa verkraftet den Aufwuchs bis zum Schuljahr 2012/13. Die Dämmung der Raumdecke sorgt hier für einen verbesserten Schallschutz. Zum Schuljahr 2013/14 wird ein zusätzlicher Mensaraum eröffnet.

 

3. Über-Mittag-Betreuung (ÜMI)
Die Über-Mittag-Betreuung (ÜMI) bleibt auch im neuen Konzept erhalten. Dadurch wird insbesondere den Eltern, die zunächst keinen OGS-Platz bekommen haben, eine Alternative geboten. Die Betreuung in eigenen ÜMI-Räumen wird sich mittelfristig jedoch nicht mehr realisieren lassen.


Im Schuljahr 2011/12 nutzen die bisherigen ÜMI-Kinder weiterhin die beiden Betreuungsräume, 2012/13 gibt es dafür nur noch einen Raum. Ab 2013/14 hat die ÜMI keine eigenen Räume mehr, und der letzte ÜMI-Jahrgang im alten System nutzt den OGS-Komplex seiner Stufe für die Betreuung bis 14 Uhr. Gleiches gilt, wenn eine dieser bestehenden ÜMI-Gruppen zwischenzeitlich zu klein wird, um daraus eine eigene Betreuung zu finanzieren.


Neue ÜMI-Kinder werden ab dem Schuljahr 2011/12 sowohl in den bestehenden Räumlichkeiten (ÜMI 1) als auch in den Räumen des Stufenkomplexes betreut. Ab dem Schuljahr 2012/13 werden die ÜMI-Kinder weitestgehend in den Räumlichkeiten der OGS betreut. Einen eigenen ÜMI-Raum wird werden wir dann nur noch für die „alten“ ÜMI-Kinder haben. Nach diesem Modell können insgesamt 40 bis 50 Kinder einen ÜMI-Platz erhalten.

 

  • Personalplanung OGS

Ziel ist, für jede Klassenstufe durchgängig eine Betreuung durch drei Erzieherinnen zu sichern. Pro Klassenstufe werden daher beschäftigt:

  • - eine Gruppenleitung (GL) mit 25 Wochenstunden
  • - eine Zweitkraft (ZK) mit 21 Wochenstunden
  • - eine Ergänzungskraft (EK 1) mit 20 Wochenstunden
  • - eine weitere Ergänzungskraft (EK 2) mit 10 Wochenstunden

Durch einen angemessenen Personalschlüssel und die Beschäftigung von überwiegend pädagogisch ausgebildeten Fachkräften sichern wir die Qualität der pädagogischen Arbeit.

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